Biografie und Steckbrief

Wolfgang Petry

Wolfgang Petry

Biografie und Steckbrief

Wolfgang Petry

9. März 2015

Wenn einer in den letzten dreißig Jahren den modernen Schlager geprägt hat, dann ist es Wolfgang Petry. Und dass, obwohl er doch eigentlich Rockstar werden wollte.

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Mehr Musik von Helene Fischer gibt’s hier:

Wolfgang “Wolle” Petry, geboren 1951 als Franz Hubert Wolfgang Remling, ist und bleibt einer der ganz Großen im Schlagergeschäft. Bis zu seinem Rücktritt 2006 war er der unangefochtene König des modernen Partyschlagers – unzählige Goldene Schallplatten und ausverkaufte Tourneen sprechen eine deutliche Sprache. Doch angefangen hat Wolle Petrys Karriere ganz woanders!

Andreas Martin und Wolfgang Petry: Eine schicksalhafte Freundschaft

Wolfgang Petry

Wolfgang Petry in den Neunzigern, damals noch mit Lockenmähne und Schnauzer. Bild: Manfred Esser / Sony Music

Schon zu Schulzeiten gründet Wolfgang Petry die Band “Screamers”, tourt später durch Köln und Umgebung. 1972 lernt Wolle den Sänger und Komponisten Andreas Martin kennen – eine Männerfreundschaft, die viele Jahre einen wesentlichen Einfluss auf Petry hat.

Andreas Martin ist es auch, der seinen Freund Petry kurz darauf dem Produzententeam Tony Hendrik und Karin Hartmann vorstellt – ohne sie wäre die beeindruckende Karriere des Wolfgang Petry undenkbar. Schon sein Debütalbum “Ein Freund – ein Mann” von 1976 bringt mit “Sommer in der Stadt” einen ersten Hit hervor.

Auf dem Gipfel: Die Neunziger sind Wolles Jahrzehnt

Wolfgang Petry live

Auf dem Gipfel: Wolfgang Petry live. Bild: EGOL – events go online

Das Paar Hendrik/Hartmann produziert in den folgenden zehn Jahren 20 Singles und sieben Alben für Wolfgang Petry, darunter Wolles Riesenhit “Wahnsinn” von 1983. Danach wird es allerdings erst einmal still um den Mann mit dem Schnurrbart: Erst 1991 feiert Wolfgang Petry sein großes Chart-Comeback mit “Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n”. Es folgen weitere Hits wie “Denn eines Tages vielleicht” (1994) und “Weiber” (1997).

Ab 1996 spielt er wieder live mit Band – Wolles Stil verändert sich in eine rockige Richtung. Es ist die vielleicht größte Zeit in Wolfgang Petrys Karriere: Mehrfach hintereinander wird er zum Jahressieger der Deutschen Schlagerparade und der ZDF-Hitparade gekrönt, von 1996 bis 2003 bekommt er jedes Jahr eine Goldene Stimmgabel verliehen. Insgesamt fünf ECHOs kann er mit nach Hause nehmen.

Karriereende und Rückzug: Wolfgang Petry macht sich rar

Im September 2006 gibt Wolfgang Petry während der Verleihung der Platin-Stimmgabel überraschend das Ende seiner Karriere bekannt: “Ich habe bei Heck angefangen und höre bei Heck auf. Der Kreis schließt sich. Dieter hat mich 30 Jahre lang begleitet, er war eine Art Ersatzvater für mich. Ich habe Achtung und Respekt vor ihm.”

Zu seinen Gründen sagt Petry damals: “Es ist schön, ein Musikant zu sein, aber es ist grausam, ein Star zu sein.” Der ewige Starrummel setzte dem gelernten Feinmechaniker arg zu. “Für mich war das irgendwann eine Form von Freiheitsberaubung.”

Essen 1999 - Das letzte Konzert von Wolfgang Petry - WAHNSINN
Essen 1999 – Das letzte Konzert von Wolfgang Petry – WAHNSINN

2014: Comeback mit Sohn Achim und neuem Album

Acht Jahre lang ist es still um den Sänger, bis er 2014 plötzlich wieder da ist: Anfang des Jahres erscheint das Album “Einmal noch!” mit Neuinterpretationen seiner größten Hits. Im Sommer dann ein Auftritt im Musikvideo zum Song “Rettungsboot” seines Sohnes Achim Petry.

Im Februar 2015 schließlich macht Wolfgang Petry sein Comeback mit “Brandneu” perfekt, dem ersten komplett neuen Album seit 2006. Auch der Sound ist “brandneu”, und gleichzeitig altbewährt: Rockig und erdverbunden sind die Songs. Ein bisschen fühlt sich das an wie früher, und dann doch wieder ganz anders.

Steckbrief: Wolfgang Petry

Geburtstag

  • 22. September 1951 in Köln

Sternzeichen

  • Jungfrau

Erfolgreichste Alben

Erfolgreichste Singles

  • Der Himmel brennt (1982)
  • Wahnsinn (1983)
  • Die längste Single der Welt (1996)
  • Die längste Single der Welt 2 (1999)
  • Brandneu (2015)
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