Debüt-Album “Sinfonie der Träume”

Franziska Wiese im Interview: “Ich möchte die Zuhörer in meine Welt der Träume entführen”

Franziska Wiese im Interview: “Ich möchte die Zuhörer in meine Welt der Träume entführen”

Debüt-Album “Sinfonie der Träume”

Franziska Wiese im Interview: “Ich möchte die Zuhörer in meine Welt der Träume entführen”

3. August 2016

Franziska Wiese ist eine der bemerkenswertesten Newcomerinnen des Jahres! Im Interview mit der Schlagerblume sprach die junge Musikerin über ihr Markenzeichen, die Viloline, die sie mit Schlagermusik verschmilzt, ihr Debüt-Album “Sinfonie der Träume”, ihren Auftritt bei Florian Silbereisen und vieles mehr.

Franziska Wiese ist spätestens seit Florian SilbereisensSchlagerfest” im April einem Millionenpublikum bekannt, als sie ihre erste Single “Ich bin frei” vorstellte. Die gebürtige Sprembergerin bringt einen frischen Wind in die Schlagerwelt, indem sie ihr Instrument mit deutschsprachiger Musik verbindet: Schlager, Orchester, Pop und virtuose Geigen-Soli verschmelzen bei Franziska Wiese zu einer großen Schlager-Sinfonie.

Kein Wunder, dass Stefan Mross die begabte Musikerin für seine kommende “Immer wieder sonntags”-Tournee an Bord holte. Jetzt ist Wieses Debüt-Album “Sinfonie der Träume” erschienen (hier könnt Ihr das Album auf Amazon bestellen). Eine gute Gelegenheit, für ein Interview mit der Künstlerin:

Franziska Wieses Deüt-Album „Sinfonie der Träume“ ist am 22. Juli erschienen. Bild: Universal Music

Franziska Wieses Deüt-Album “Sinfonie der Träume” ist am 22. Juli erschienen. Bild: Universal Music

Schlagerblume: Was erwartet uns auf Deinem Debüt “Sinfonie der Träume”?

Franziska Wiese: Mit “Sinfonie der Träume” erwartet das Publikum ein Album, auf dem ich bei jedem Lied singe und die Violine spiele. Also ein Zweiklang von Instrumenten, die ich beherrschen kann. Es ist ein sehr experimentierfreudiges Album, weil wir verschiedene Stile miteinander verbunden haben, die man so vielleicht noch nicht kennt.

Das ist zum einen der Schlager, also deutsche Sprache, mit Popmusik gemischt, Ethnosounds und sinfonischen Klängen. Ich möchte mit diesem Album gerne die Zuhörer in meine Welt der Träume entführen, in andere Welten, die man in seinem realen Leben nicht kennt, deshalb spiele ich auch ganz oft mit Metaphern im Text und lade ein, dem Alltag zu entfliehen.

Gibt es Lieblingssongs, die Du auf dem Album hast?

Ich finde es sehr, sehr schwierig zu sagen, weil ja alle Lieder mit von mir stammen. Ich glaube, es ist einfacher, wenn man sich die Songs aussucht, die für einen geschrieben werden. Aber man würde seine eigene Arbeit nicht so angreifen, dass man sagt: Das mag ich jetzt nicht so gern. Mir gefallen alle. Für mich ist das ganze Album ein langes Lieblingslied.

Franziska Wieses Anfänge auf der Violine

Wie bist Du zum Violinenspielen gekommen?

Ich bin im zarten Alter von sechs Jahren zur Violine gekommen. Ich selber kann mich gar nicht mehr so richtig an die Zeit damals erinnern, aber meine Mutter erzählt mir oft davon, dass ich als Kind lieber den Sinfonieorchestern im Fernsehen zugeschaut habe als Trickfilme zu sehen. Und da habe ich mich in die Violine verliebt und meiner Mutter gesagt: Ich möchte gerne die Geige spielen. Als Streichinstrument macht die Violine ja sehr emotionale Klänge und das passte zu mir, ich war schon als Kind sehr emotional und gefühlvoll, was ich ja jetzt immer noch bin, deshalb habe ich sie mir bestimmt ausgesucht.

Franziska Wiese - Ich bin frei (Offizielles Video)

Franziska Wiese – Ich bin frei (Offizielles Video)

Auf dem Instrument lernt man ja wahrscheinlich erstmal klassische Stücke?

Erstmal lernt man überhaupt den Bogen zu halten und darauf herum zu kratzen. Das klingt am Anfang sehr schräg.

Wie ist es dann zu der Idee gekommen, das Instrument mit deutschsprachiger Musik zu verbinden. Das ist ja schon eine ziemlich einmalige Kombination?

Ich hatte ehrlich gesagt gar nicht vorgehabt, die Violine auf die große Bühne mitzunehmen beziehungsweise überhaupt ein Album mit Stimme und Violine aufzunehmen. Während meiner Laufbahn als Musikerin habe ich André Stade kennen gelernt und wollte mit ihm ein Album mit Gesang aufnehmen. Beiläufig hatte ich erzählt, dass ich Violine spielen kann und er fragte mich, ob es denn eine Möglichkeit gebe, diese beiden Sachen zusammen zu bringen. Dann haben wir uns zusammengesetzt und haben daran getüftelt. Ich fand es mega interessant und es war eine lange Arbeit daran, weil wir nichts hatten, wo wir uns etwas abschauen konnten. So ist das entstanden.

Du hattest Deinen ersten großen Auftritt bei Florian Silbereisen in der Show. Wie war das für Dich, auf einmal vor einem Millionenpublikum zu spielen?

Ich war vor dem Auftritt extrem aufgeregt, so sehr wie noch nie in meinem Leben. Nach dem Auftritt habe ich sogar Facebook-Nachrichten von Menschen bekommen, die dabei waren, ob es mir wirklich gut ging. (lacht) Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Es war auf jeden Fall aufregend und ich habe mich gefreut, dass ich durch diesen Auftritt die Möglichkeit bekommen habe, mich ganz vielen Leuten vorzustellen.

Franziska Wiese.

Franziska Wiese spielt seit ihrem sechsten Lebensjahr die Violine. Bild: Universal Music

Ich wusste ja, hinter den Kameras, in die ich gerade geschaut habe, sitzen Millionen von Menschen. Das war sicher auch der Grund für die Aufregung, aber als ich dann auf der Bühne stand wollte ich einfach nur genau für diese Menschen da sein und meine Message hinaus in die Welt tragen. Als ich dann später mit Florian auf der Bühne stand und wir zusammen gespielt haben, hat das richtig Spaß gemacht. Da ist mir dann auch ein Stein vom Herzen gefallen, dass ich meinen ersten großen Auftritt geschafft habe.

Was fasziniert Dich an dem Instrument Violine?

Die Violine ist für mich optisch ein sehr schönes Instrument. Sie ist filigran, dennoch kann man mit ihr laute, aber auch leise Töne erzeugen. Besonders reizt mich ihre Sensibilität, denn die eigene Stimmung kann man auch an dem Klang der Saiten hören.

Du hast nach der Schule zuerst einen bodenständigen Beruf ergriffen. Warum eigentlich?

Ich glaube, dass oft der erste erlernte Beruf nicht unbedingt der richtige für einen ist. Man hat noch viel zu wenig Praxiserfahungen sammeln können und muss sich dennoch für eine Richtung nach der Schule entscheiden. Einen erreichbaren Grundstein als Sicherheit für mein Leben zu legen war mir aber wichtig, weshalb ich mich für eine Ausbildung in der Stadtverwaltung entschieden habe.

Du schreibst und komponierst Deine Songs teilweise selbst. Was ist Dir dabei wichtig?

Wichtig ist mir, dass Melodien oder Texte aufgrund eines Bauchgefühls entstehen und sich gut anfühlen. Wenn mir meine Ideen am nächsten Tag noch gefallen, spiele ich sie anderen vor, um Feedback zu bekommen. Das ist noch viel wichtiger, denn ein Lied ist für mich nur noch halb so schön, wenn es meinem Publikum nicht gefällt. Daher fand ich die Arbeit im Kreativteam besonders reizvoll und lehrreich.

Fan von David Garrett, Helene Fischer und Michael Jackson

Wie kommst Du auf die Themen Deiner Lieder, die ja teilweise fantastische Welten wie in “Mirama” besingen?

Das können ganz unterschiedliche Situationen sein. Oftmals ist es die Melodie, auf die ich zurerst einen Text singe, der keinen Sinn ergibt. Dann höre ich mir immer und immer wieder das Demo an und irgendwann kommt dieses Bauchgefühl, das mir sagt, worüber ich singen möchte. Bei “Mirama” war das bespielsweise der Fall und ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich eines Abends im Auto saß, es regnete und ich auf die erste Zeile kam: “Mirama, ein Land in dem die Träume wirklich sind”.

Franziska Wiese.

Franziska Wiese wurde im beschaulichen Spremberg in der Lausitz geboren. Bild: Universal Music

Sofort sind Bilder und weitere Textzeilen im Kopf, die ich dann unbedingt ans Team weitergeben muss, um mit ihnen so lange zu arbeiten, bis uns allen der Song gefällt. Es kommt aber auch vor, dass ein Thema aufgrund eines wunderbaren, tiefgründigen Gesprächs im Team entsteht und man somit eine tolle Grundlage für ein Lied hat.

Welche Musiker bewunderst Du?

Ich bewundere viele Musiker. David Garrett ist ein begnadeter Violinspieler, Helene Fischer eine herausragende Sängerin und Akrobatin, Michael Jackson war und ist noch immer der König der Popmusik. Menschen, die sich etwas Neues trauen und somit was bewegen, finde ich immer bemerkenswert.

Du bist für viele noch ein unbeschriebenes Blatt. Kannst Du ein bisschen etwas über Dich erzählen? Wie sieht Dein Alltag aus?

Mein Alltag sieht irgendwie jeden Tag anders aus. Songwriting, Violin-Coaching, Promotion-Termine, TV-Auftitte, Live-Autritte, Proben, soziale Netzwerke, wie Facebook und Instagram pflegen, usw. füllen gerade meinen Kalender. Meine französische-Bulldoggen-Dame haust gerade als Pflegekind bei meinen Eltern, weil ich gerade viel unterwegs bin. Zwischen all dem koche ich aber gern, oder treffe mich mit Freunden zum Baden, oder auch zum Tanzen gehn.

Wo sieht man Dich demnächst auf der Bühne und im TV?

Auf der Bühne sieht man mich am 13. August auf dem Pressefest in Chemnitz, am 28. August auf dem Stadtfest in Henningsdorf und am 4. September auf dem Herbstfest in Niesky. Im TV trete ich am 9. September in “Schlager einer Stadt” im MDR und am 30. Oktober in Beatrice EglisEin Herbsttag in Wien” im ZDF auf.

Liebe Franziska, wir danken Dir für das Gespräch!

Mehr Musik von Franziska Wiese gibt’s hier:

pk